Tag 16 – nach Sansibar
Nach erneuten 14 Stunden Fahrt kommen wir wieder in der Hauptstadt an. Wir bestätigen unseren Rückflug und setzen mit einem klimatisierten Flugschiff nach Sansibar über. Dort erwartet uns glühende Hitze und ein Papierberg am Zoll. Eigentlich gehört Sansibar zu Tansania, aber irgendwie dann doch wieder nicht.

Hafeneinfahrt von Sansibar Town

Wir gehen dann in die Stadt und kommen im Harere-Hotel unter. Das Hotel kostet für uns zusammen 15 US$. Nach einer Generalreinigung machen wir einen Stadtbummel. Ãœberall sieht man, dass das während der Kolonialzeit eine reiche Insel war. Jetzt ist vieles verfallen.

Tag 17 – Jambiani
Wir fahren auf der Ladefläche eines Pickup an die Ostküste der Insel. Die Teerstraße geht bald in einen Feldweg über und irgendwann erkenne wir eigentlich gar nicht mehr, wo der Fahrer hinfährt. Angekommen beziehen wir das einzige Guesthouse in 3 Kilometer Umkreis und hüpfen sofort ins brühwarme Wasser des Indischen Ozeans.

Guesthouse Jambiani auf Sansibar

Das Guesthouse ist einfach und sauber. Ohne Strom und fließendes Wasser geht es auch. Was uns aber stört ist, sind die spärlichen Mahlzeiten, die uns serviert werden. Ein Highlight ist das gemeinsame „Bad“ im Waschraum. Es gibt nur ein Wasserbasin, das die Frauen aus dem Dorf täglich füllen. Mit einer ausgehöhlten Kokosnuss kann man daraus Wasser schöpfen und sich damit abduschen. Das Wasser fließt dann durch ein Loch im Boden in eine tiefe Grube. Das Loch ist auch gleichzeitig der Toilette. Am Abend kentert ein Boot mit einer Spanierin an Bord und das ganze Dorf läuft am Strand zusammen. Doch das Mädel ist bald herausgefischt und wohlauf.

Boot, noch vor dem kentern

Tag 18 – Oktopus
Ab heute ist die Schonzeit für Oktopus vorbei und die Fischer sind ab dem frühen Morgen in den Booten. Eigentlich wollten wir heute einen Schnorchelausflug machen, doch wegen des Sturms am Vortag und der Oktopusaktion ist der Ausflug abgesagt. Nachdem die Boote zurückkommen, klopft die halbe Dorfbevölkerung am Strand die Tiere weich.

Oktopus wird weich geklopft

Am Abend gibt es ein Fest im Dorf und auch wir bekommen eine große Portion und werden mal wieder richtig satt. Heute hätte Robert Geburtstag gehabt (Anmerkung: mein Bruder Robert war 2 Jahre vorher mit dem Motorrad ums Leben gekommen)

Tag 19 – Sonnenbrand
Zusammen mit Jürgen und ??? aus Freising gehen wir den breiten Sandstrand hinaus bis zum Riff. Unterwegs müssen wir ein paar Meter schwimmen und es wäscht mir die ganze Sonnencreme ab. Ich hole mir anschließend einen fetten Sonnenbrand. Auch Schuhe habe ich keine dabei und auf den Korallen marschiert es sich barfuß gar nicht gut. Wieder zurück bemerke ich erst mein Mißgeschick und versuche zu retten, was zu retten ist. Schön langsam denke ich wieder an daheim und freue mich auch schon auf die Heimat.

Die Kinder von Jambiani

Tag 20 – Faulenzen
Die Nacht war furchtbar. Der Sonnenbrand tut höllisch weh und wahrscheinlich muss man eher schon von einer Verbrennung sprechen. Bei einem Kassensturz rechne ich aus, dass ich wohl genau 5 US$ mit nach Hause bringen werde. Gegen Abend traue ich mich nochmal aus dem Schatten und gehe mit einem T-Shirt noch schwimmen. Ich lerne Traudl aus München und den Australier Steve kennen.

Jambiani - Traumstrand auf Sansibar

Tag 21 – Noch mehr faulenzen
Der Sonnenbrand verhindert alle weiteren Unternehmungen und so liege ich nur im Schatten rum. Aus Langeweile schreibe ich eine Flaschenpost, die ich ins Meer werfe.

Tag 22 – nochmal Sansibar Town
Nach dem Frühstück packen wir und fahren zurück nach Sansibar Town.

Fahrt über die Insel Sansibar

Nach einer halben Stunde Suche finden wir am Stadtrand ein Hotel mit Bad (!) und zwei großen Doppelbetten für 18 US$. Wir gehen zum Hafen und kaufen unsere Tickets für den nächsten Tag. Wir entschließen uns, zurück mit der normalen Fähre zu 10 US$ zu fahren. Auf dem Rückweg zum Hotel wird nochmal ordentlich eingekauft und im Zimmer hauen wir uns die Mägen voll.

Tag 23 – Schifferl fahren
Trotz der super Betten schlafen wir relativ schlecht. Dafür ist das Frühstück gut. Nach 30 min Fußmarsch sind wir am Hafen und kommen problemlos durch den Zoll. Anderen geht es nicht so gut. Bei der Einreise mußte man ein Ausreisedatum angeben. Zwei Engländer hatten den Tag vorher angegeben und sollen jetzt 200 US$ „Gebühr“ zahlen. Nach endloser Diskussion denke ich, haben sie dem Zöllner ein paar Scheine gesteckt, ich konnte es leider nicht mehr erkennen, da ich schon zu weit weg war. Die Schiffahrt ist ruhig. Der Fischkutter, auf dem wir fahren ist voll bis oben hin. Als welche der wenigen Ausländer werden wir ständig ausgiebig begutachtet. In Dar angekommen kaufen wir noch ein wenig Lebensmittel für die 16-ständige Wartezeit am Flughafen, den wir um 14:00 Uhr erreichen.

Leider geht es wieder heim

Tag 24 – Rückflug
Letzter Tag, Heimflug. Wir checken problemlos ein. Die ganzen Declarations, die wir bei der Einreise ausfüllen mußten und ja gut aufheben sollten, interessieren keinen Menschen. Pünktlicher Start, doch nach einer kurzen runde landen wir sofort wieder und von allen Seiten kommen Krankenwägen und Feuerwehr angerast. Scheinbar aber Fehlalarm, nach 10 Minuten geht es weiter nach Addis Abeba und dann weiter nach Frankfurt. Unterwegs gibt es dann noch Hamlet auf englisch. Landung in Frankfurt, Deutschland hat uns wieder. In Marktheidenfeld gehen wir noch zum Essen und gegen 23:00 Uhr trudeln wir wieder in der Heimat ein.

zur Tansania-ÃœbersichtEin Fazit

zum zugehörigen Fotoalbum Sansibar

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