Start war am Mittwoch 12.11. mit verladen auf Pickup und aufsammeln der restlichen Dschungeltour-Touris. Teilnehmer: Zwei Kalifornier, zwei Australier, zwei Engländer und zwei Schweizer, alles Pärchen und wir zwei Hübschen.

Es ging erstmal ungefähr eine dreiviertel Stunde raus aus der Stadt zu einem Markt, wo wir uns dann mit allen nötigen Utensilien, wie Mückenspray, Sonnenhut und natürlich Klopapier eindecken konnten. Und schon gings weiter zur ersten Station über richtig üble Serpentinen und Schlaglöcher auf der Straße. Halt bei einer kleinen Idyllischen Bamubshütte mit eigenem Gemüseanbau. Erstes Mittagessen und danach ab zum nahegelegenen Wasserfall.

Ein paar Wagemutige haben sich dann auch in die Nähe des reissenden Stroms getraut. Und schon ging es weiter zum ersten Tempel, mitten im Nirgenwo. Erst tausende Treppen nach oben, wo ploetzlich ein riesengrosser, goldener Buddha stand. Das Besondere war, dass dort oben seit ca 10 Jahren nur noch ein einziger Mönch lebt. Wahnsinnsausblick von da oben. Danach Wanderung (2 Std über Stock und Stein, up and down) zum ersten Camp. Mitten im Dschungel standen da an einem kleinen Bach ein paar Bambushütten herum, die für uns gedacht waren. Erstmal etwas kultivieren und auf zum Abendessen. Da wir ein bisschen Angst vor der kalten Nacht hatten, hielten wir uns relativ lange singend und lachend am Lagerfeuer warm.

Am Morgen des zweiten Tages sind wir nach einer eher kalten und unbequemen Nacht um neun Uhr auf zur langen Wanderung mit mehreren Stopps bei Wasserfällen und Bademöglichkeiten. Die Tour ging für meine Verhältnisse am Anfang richtig heftig und sportlich los. Immer nur bergauf, bergauf, bergauf und nicht unbedingt die sichersten Pfade. War schon sehr abenteuerlich. Auch die Ãœberquerungen der einzelnen Flüsse war wirklich ein Erlebnis.

Aber wunderschöne Natur gab es da und Ruhe. Da konnte man einfach mal abschalten. Nach insgeamt 12 Kilometern Wanderweg sind wir dann im nächsten Camp angekommen. Und schon von weitem haben wir unsere Späße ueber eventuell vorhandene Privatlodges gemacht. Und siehe da, wir kamen an und es bestand die Möglichkeit, sich gegen Aufpreis einen kleinen Bungalow mit eigner Dusche (kleiner Luxus, aber arschkaltes Wasser) zu buchen. Haben wir dann alle auch gemacht. Super Adventure… oder?

Erst ein bisschen erfrischen, dann Shopping im Dorf. Das Abendessen war wirklich hammergut. Danach gab es eine gepflegte einstündige Massage. Gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer und dann ab in die Kojen. Leider haben uns die Gockel bereits um fünf Uhr geweckt, aber egal. Heute kann ich mich endlich von meinen tollen Wanderschuhen trennen, die ich auf diesem Trip sprichwörtlich durchgelaufen habe. Aber dafuer hab ich sie ja mit genommen, um mir neue zu kaufen.

Am Freitag gings nach dem Frühstueck auf zu einem neuen, netten Wasserfall. Seit Tagen trafen wir dort wieder andere Touristen. Das war das Schöne an der Tour. Man hatte wirklich das Gefühl, dass einem der Dschungel und die Natur ganz allein gehören. Wir sind dann auch nicht wirklich lange beim Wasserfall geblieben, da uns einfach zu viel los war. Martina hat dann nochmal in dem kleinen Dorf ein bisschen was eingekauft und dann haben wir auch dieses Camp verlassen. Schade, war wirklich richtig schön da und auch nachts nicht ganz so kalt wie die Nacht davor. Ca 40 Minuten sind wir dann in Richtung Zivilisation gewandert, Mittag gehabt (wieder mal lecker Reis und Nudeln) und wurden mit nem Pickup zum Bamboo-Rafting gekarrt. Da bekommt man die Touris schon wieder eher mit. Das Raften war zwar irgendwie schon spannend, aber nicht wirklich irgendwie aufregend. Lustig wars aber schon, weil der Fluss natürlich arschkalt war und sich die Führer und unsere Jungs kleine Spaesse erlaubten, uns ständig mit Wasser bespritzten und durch kleine Wasserfälle druchjagten. Nach 40 Minuten wars dann auch schon wieder rum.

Ein bisschen trocknen in der Sonne und auf zum Elefantenreiten. Da hatte ich ja so meine Bedenken und irgendwie kam mir das Ganze wie eine reine Touriabzocke vor. Hatte auch das Gefuehl, dass die Elefanten nicht so wirklich Freude daran hatten, die dummen Touris immer auf dem gleichen Trampelpfad im Kreis herumzutragen. War schon aufregend, auf dem Rücken dieses gewaltigen Tieres. Aber so möchte ich das nicht mehr machen. Zum Schluss gab es dann aber zur Belohnung noch eine Staude Bananen von uns und dann hat die Elefantendame ganz glücklich gewirkt.

So und schon ist unser Trip in den Dschungel vorbei. Waren aber wirklich drei schöne, aufregende und trotzdem entspannende Tage. Die Gruppe war ganz okay, mit den beiden Schweizern haben wir uns dann auch noch in Chiang Mai am Abend getroffen. Noch schnell eine Übernachtung in Chiang Mai. Haben auch ein super Schnäppchen gefunden (250 Bath = ca 5 EUR fuer beide – müssen ja schliesslich unsere Shoppingausgaben relativieren.

Mussten dafür aber auch Untermieter in Kauf nehmen – erste KAKERLAKE und einige winzige Geckos. Zimmer und Bad waren fast okay, aber fuer eine Nacht ertraeglich. Es war bequem! Und warm! Und eine richtig, richtig heisse Dusche. Dafür hat sich das alles gelohnt. Jetzt warten wir auf das nächste Abenteuer. Fuer ca 10 Stunden in einem VIP-Bus (Doppeldecker) von Chiang Mai nach Bangkok. Dann ziemlich zügig auf zum Flughafen, damit wir unseren Anschlussflug nach Phuket nicht verpassen. Am Sonntag um ca. 13 Uhr Ankunft in Phuket und dann hoffentlich gleich weiter mit der Fähre auf die Insel Ko Phi Phi. Planen dort einen Aufenthalt von zwei Tagen und einen Tauchgang. Voraussichtlich weiter nach Krabi um uns evtl. mit den Schweizern zu treffen. Ihr hört von uns aus dem Süden.
Sawadie…

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3 Kommentare on Reisebericht Thailand – Teil 4

  1. Tom sagt:

    Scheinbar sind meine SMSen nicht angekommen. Rene, der Sohn von meinem Arbeitskollegen Bruno ist seit drei Jahren auf Tour und jetzt auf dem Heimweg nach Deutschland. Derzeit ist er auch gerade in Chiang Mai. Wahrscheinlich ist es jetzt schon zu spät, aber könnt ja zumindest mal auf seine Seite schauen:
    ReneontheRoad

  2. Mönchen & Kätzchen sagt:

    Hey Mädels gehts euch gut?
    Haben grad eben eure Reiseberichte gelesen und sind begeistert…wir beneiden euch…
    Es schneit zwar hier noch nicht, aber es is ziemlich trist, nur Nebel fast den ganzen Tag über und ziemlich kalt 🙁

    Lasst es euch gut gehen, genießt die Zeit und passt auf euch auf.
    Vermissen euch…

    Hoffen auf weitere spannende Berichte

    Grüße aus der Heimat

    Mönchen & Kätzchen

  3. Loenchen sagt:

    Hey ihr beiden!

    Schoen von euch zu hoeren.
    Was gibts bei euch daheim neues zu erzaehlen?

    Wir sind grad auf Ko Phi Phi, die Nachbarinsel von „The Beach“.
    Haben grad eben beschlossen, dass wir doch noch eine Nacht laenger hier bleiben, weils gar so schoen ist.Einfach ein Ort zum wohl fuehlen.Alle sind gut drauf…

    Richtet doch bitte allen einen schoenen Gruss von mir aus. Auch an den Keks… Das T-shirt und die Engel sind immer und ueberall mit dabei…

    Sonnige Gruesse… Ilona + Martina

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