Tag 1: Es geht endlich los
Als wir uns um 13:00 Uhr treffen, bin ich ganz wohlgelaunt, weil ich doch gerade noch mein neues Auto gekriegt habe. Wir kaufen noch ein wenig ein und packen zusammen. Um 16:15 Uhr gehts dann in Richtung Frankfurt, wo wir sogleich einchecken. Um 22:00 Uhr gehts dann ab. Mein erster Flug. Super feeling. Leider sitzen wir alle in der Mittelreihe und können nichts sehen. Nach der Zwischenlandung in Rom geht es mit unserem Nachflug weiter. Schlafen ist fast unmöglich, da es zu unbequem ist. Das Essen könnte auch etwas mehr sein.

Tag 2: Ankunft in Dar es Salaam
Irgendwo Über dem Indischen Ozean geht die Sonne auf. Super Anblick. Dabei sehe ich auch zum ersten Mal, daß die Erde rund ist. In Addis Abeba können wir uns das Lachen angesichts des Flughafens nicht mehr verdrücken. Wie in der DDR. Bei der Zwischenlandung in Arusha sehen wir dann unseren Berg zum ersten Mal. Bedrohlich und mächtig ist er. Fast zweifle ich an meiner Kraft und habe Angst, es nicht zuschaffen. In Dar-es Salaam kommen wir dann nach der vierten Landung aus dem Flieger raus. Am Zoll ist alles ein wenig umständlich, aber alles verläuft reibungslos. Vor dem Flughafen stehen wir erstmal dumm da. Aber nicht lange. Dann kommt eine Horde Taxifahrer auf uns zu und nach dem Geldwechsel (für 20$ bekomme ich 9 Scheine und 20 Münzen) fährt uns einer von ihnen in die Stadt (14 km für 1000 TSh pro Kopf). Sein Auto, das zum Starten kurzgeschlossen wird, pfeifft aus den letzten Ventilen den Todesgruß und wir fühlen uns dem Abenteuer erstmals richtig nah. Er führt uns in eine Jugendherberge (YMCA), die für hiesige Verhältnisse wohl super in Schuß ist. Für 4000 TSh bekommen wir eine Übernachtung in sauberen Betten und ein Frühstück. Nach dem Kochen gehen wir duschen und dann bald ins Bett.

YMCA-Hotel in Dar es Salaam

Tag 3: Von Dar es Salaam nach Moshi
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit 2 Scheiben Brot gehen wir in die Stadt. Zuerst irren wir ein wenig ratlos umher, aber im Kilimanjaro-Hotel bekommen wir dann einen Stadtplan. Wir schlendern noch umher und essen unser ersten Orangen. Das Stück für 10 TSH = 8 Pfennig! Wir erkundigen uns noch nach dem Bus nach Moshi und holen dann in der Jugendherberge unser Gepäck.

Busbahnhof in Dar es Salaam

Der Bus kostet pro Person 2500 TSH = 10$ = 18 DM. Für 450 Km ein toller Preis. Dafür ist die Fahrt die Hölle. Löcher, Löcher und nochmals Löcher. Nach 12 Stunden kommen wir in Moshi an. Unterwegs überall Kinder, die Essen verkaufen wollen. Sie können einen schon leid tun.

Auf der Ãœberfahrt von Dar es Salaam nach Moshi

In Moshi fahren wir mit einem Taxi zur Herberge, wo wir auf dem Boden schlafen, weil kein Personal mehr da ist.

Tag 4: Moshi
Als die Sonne aufgeht, hüllt sich der Kibo in Wolken. Überhaupt ist es mit 15 Grad ziemlich kühl. Nach dem Frühstück bekommen wir Zimmer und ich schreibe meine Postkarten. In einer Halle nebenan findet gerade ein Tanzwettbewerb statt. Später gehen wir uns in der Stadt umschauen und erfahren, daß man den Berg nur noch in organisierten Gruppen besteigen darf. So buchen wir für 270 US$ unseren Aufstieg. Träger und Essen lehnen wir ab.

Kibo aus der Ferne

Für 8:00 Uhr ist die Abfahrt angesetzt. Wieder zurück packen wir unsere Sachen und versuchen das Gewicht gerecht zu verteilen. Beim Abendessen lernen wir dann noch acht Deutsche kennen, die den Berg auch besteigen wollen. Wir werden sie wiedersehen! Ich glaube aber nicht, daß es recht viele von ihnen schaffen werden. Sie haben teilweise nicht einmal dicke Jacken dabei. Ein Schweizerin hat Gelbsucht. Sie hatte zuvor mehrere Wochen in einem kleinen Dorf bei den Einheimischen gelebt und sich die Krankheit eingefangen. Sowas hab ich noch nicht gesehen. Diese Gesichtsfarbe! Sie nimmt es aber gelassen.

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